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5. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF EIN KOPF- UND/ODER HWS-TRAUMA6. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF GEFÄßSTÖRUNGEN IM BEREICH DES KOPFES ODER DES HALSES 7. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF NICHTVASKULÄRE INTRAKRANIALE STÖRUNGEN 8. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF EINE SUBSTANZ ODER DEREN ENTZUG 9. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF EINE INFEKTION 10. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF EINE STÖRUNG DER HOMÖOSTASE 11. KOPF- ODER GESICHTSSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF ERKRANKUNGEN DES SCHÄDELS SOWIE VON HALS, AUGEN, OHREN, NASE, NEBENHÖHLEN, ZÄHNEN, MUND ODER ANDEREN GESICHTS- ODER SCHÄDELSTRUKTUREN 11.1. Kopfschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen der Schädelknochen [M80-M89.8] 11.2. Kopfschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen des Halses [M99] 11.3. Kopfschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen der Augen 11.4. Kopfschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen der Ohren [H60-H95] 11.5. Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis [J01] 11.6. Kopfschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen der Zähne, Kiefer und benachbarter Strukturen [K00-K14] 11.7. Kopf- oder Gesichtsschmerz zurückzuführen auf Erkrankungen des Kiefergelenkes (TMD) [K07.6] 11.8. Kopfschmerzen zurückzuführen auf andere Erkrankungen des Schädels sowie von Hals, Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Zähnen, Mund oder anderen Gesichts- oder Schädelstrukturen [Kode zur Spezifizierung der Ötiologie] Literatur12. KOPFSCHMERZ ZURÜCKZUFÜHREN AUF PSYCHIATRISCHE STÖRUNGEN
| IHS | Diagnose | ICD-10 |
|---|
| 11.5 | Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis [J01] | G44.845
|
| An anderer Stelle kodiert |
" Sinuskopfschmerzen "
|
Diagnostische Kriterien:
- Frontaler Kopfschmerz, der von Schmerzen in einer oder mehreren Regionen des Gesichts, der Ohren oder der Zähne begleitet wird und der die Kriterien C und D erfüllt
- Eine akute Rhinosinusitis oder eine akute Exazerbation einer chronischen Rhinosinusitis1;2 wurde klinisch, durch nasale Endoskopie, CT- oder MRT-Bildgebung und/oder laborchemisch nachgewiesen
- Der Kopfschmerz und/oder Gesichtsschmerz entwickeln sich simultan mit dem Beginn der akuten Rhinosinusitis bzw. der akuten Exazerbation der chronischen Rhinosinusitis
- Der Kopfschmerz und/oder Gesichtsschmerz verschwinden innerhalb von 7 Tagen nach effektiver Behandlung oder Remission der akuten Rhinosinusitis bzw. der akuten Exazerbation der chronischen Rhinosinusitis
Anmerkungen:
- Der klinische Nachweis kann auf einer Eiteransammlung in der Nasenhöhle, einer Verlegung der Nase, Fieber, einer Hyposmie oder Anosmie beruhen.
- Eine chronische Sinusitis ist als Ursache von Kopf- oder Gesichtsschmerzen nicht validiert , es sei denn, es handelt sich um eine akute Exazerbation.
Kommentare:
Andere Störungen, die häufig als kopfschmerzverursachend angesehen werden, sind nicht hinreichend als solche validiert. Hierzu zählen Nasenseptumdeviationen, hypertrophierte Nasenmuscheln, atrophische Sinusmembranen und mukosaler Kontakt. Letztere Störung ist im Anhang unter A11.5.1 Kopfschmerz zurückzuführen auf einen mukosalen Kontaktpunkt geführt.
Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp werden aufgrund der Übereinstimmung der Schmerzlokalisation oft mit einem 11.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis verwechselt. Eine Untergruppe von Patienten weist neben allen Kriterien einer 1.1 Migräne ohne Aura auch zusätzliche Zeichen wie Gesichtsschmerz, verstopfte Nase oder Auslösen von Attacken durch Wetterwechsel auf. Keiner dieser Patienten hat jedoch eine eitrige Sekretion aus der Nase oder andere Zeichen einer akuten Rhinosinusitis. Es ist daher erforderlich einen 11.5 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Rhinosinusitis von sogenannten "Sinuskopfschmerzen" zu unterscheiden, einer häufig vergebenen, aber unspezifischen Diagnose. In den meisten Fällen erfüllen diese Kopfschmerzen die Kriterien einer 1.1 Migräne ohne Aura, wobei die Kopfschmerzen entweder von prominenten autonomen Symptome in der Nase begleitet oder durch nasale Veränderungen ausgelöst werden.
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